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CRONNECT MAGAZIN · 06/2015

kroatien:

Fachkräftepotenzial

Für deutsche Firmen

VERANSTALTUNGEN

Wirtschaftstag in der IHK thematisiert Dienstleistungsfreiheit – Neuer

kroatischer Generalkonsul trifft erstmals rheinhessische Unternehmer

photo

IHK für Rheinhessen, Stefan Linden

TEXT

IHK für Rheinhessen

K

roatien steht derzeit in Deutschland vor allem we-

gen des Flüchtlingsdramas auf dem Balkan in den

Schlagzeilen. Wenig Augenmerk ruht dagegen auf

der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes, das

seit knapp zweieinhalb Jahren zur EU gehört, gerade ein

neues Parlament gewählt hat und für das in der Bundesrepub-

lik seit 1. Juli dieses Jahres die vollständige Freizügigkeit für

Arbeitnehmer und Dienstleister aus Kroatien gilt. Vor allem

Letzteres bot Grund für die Industrie- und Handelskammer

für Rheinhessen (IHK), die Handwerkskammer Rheinhessen

und die Kroatische Wirtschaftsvereinigung in Deutschland

(KWVD) einen „Wirtschaftstag Kroatien“ zu veranstalten.

Dabei absolvierte auch der neue kroatische Generalkonsul in

Frankfurt, Vladimir Duvnjak, seinen ersten Besuch in Mainz.

Duvjnak schilderte die aktuelle Lage in seiner Heimat: „Nach

den Parlamentswahlen am Sonntag haben wir vorerst eine

ungewisse Lage. Es werden Verhandlungen geführt werden

ob die künftige Regierung die konservative Partei, die bisher

in Opposition war, oder die sozialdemokratische Partei bil-

det. Unabhängig davon, wer an die Macht kommt, bleibt aber

festzustellen, dass alle Parteien in ihren Programmen die

wirtschaftliche Entwicklung, Steigerung der Ausfuhr, Sen-

kung der Arbeitslosenquote und die Förderung von Auslands-

investitionen vorantreiben wollen.“

Nach Angaben von Oliver Burghardt, Abteilungsleiter Interna-

tional der IHK für Rheinhessen, kommt Kroatien gerade aus

der Rezession heraus und 2016 verspricht das Bruttoinland-

sprodukt pro Einwohner, annähernd wieder das Niveau von

2006 zu erreichen. Burghardt berichtete: „Seit 2006 haben sich

die Einfuhren aus Kroatien deutschlandweit um 44 Prozent

erhöht. Die Einfuhren nach Rheinland-Pfalz stiegen sogar um

107 Prozent.“ Dennoch ist der Aufschwung gegenwärtig noch